Tönnies-Tag zum Thema "Was ist Gemeinwohl heute?"

Am Donnerstag den 30. November 2018 fand der Tönnies-Tag zum Thema "Was ist Gemeinwohl heute?" statt:
„Man geht in die Gesellschaft wie in die Fremde" konstatiert der Mitbegründer der Soziologie in Deutschland Ferdinand Tönnies 1887 in seinem Hauptwerk Gemeinschaft und Gesellschaft. Die Auflösung von traditionellen Bindungen und Orientierungen sowie die zunehmende Individualisierung – diese Merkmale moderner Gesellschaften hat der Kieler Soziologe bereits vor 130 Jahren erfasst. Das Eigeninteresse ist an die Stelle von gemeinschaftlichen Werten und Zwecksetzungen getreten, so Tönnies. Gemeinsam mit der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft wollen wir der Frage nachgehen, ob unter diesen Bedingungen das Gemeinwohl noch Platz in gegenwärtigen Gesellschaften hat. Und kann Tönnies uns angesichts völlig veränderter europäischer und globaler Herausforderungen tatsächlich noch etwas zum aktuellen Verhältnis von Gemeinschaft und Gesellschaft sagen?

Programm
Begrüßung

Dr. Christian Meyer-Heidemann,
Landesbeauftragter für politische Bildung

Vorträge

„130 Jahre Gemeinschaft und Gesellschaft"
Dr. Uwe Carstens,
ehemaliger Wissenschaftlicher Referent und Geschäftsführer der Ferdinand Tönnies Gesellschaft

„Tönnies' Sozialethik – Gleiche Freiheit und intergenerative Verantwortung"
Dr. Carsten Schlüter-Knauer,
Fachhochschule Kiel

„Was ist Gemeinwohl? – Zur Aktualität von Tönnies' Überlegungen"
Prof. Dr. Dieter Haselbach,
Universität Marburg

Podiumsdiskussion mit den Vortragenden

Schlusswort

Prof. Dr. Alexander Deichsel,
Präsident der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft